Klassenerhalt: Stuttgart feiert Labbadia

 

Bruno Labbadia hat den VfB Stuttgart vor der Katastrophe bewahrt: dem Abstieg. Doch mit diesem Kraftakt hat der Trainer nicht nur den Schwaben Gutes getan sondern auch sein angekratztes Image aufpoliert. In Leverkusen und Hamburg musste der Hesse gehen, weil er mit dem Team nicht mehr klar kam. In Stuttgart berichten die Profis nur Gutes über ihren Coach.


“Er hat aus uns wieder eine Einheit geformt”, sagte VfB-Regisseur Tamás Hajnal, als der Abstieg am vorletzten Spieltag einer Saison des ständigen Existenzkampfs endgültig abgewendet war. “Er hat jeden Spieler weiterentwickelt und besser gemacht.” Nach nur zwölf Punkten in der Vorrunde holte der VfB unter Labbadia nach der Winterpause bisher 30 Zähler. Das entspricht dem dritten Platz in der Rückrunden-Tabelle – und ist ein Versprechen für die Zukunft. Die Anspannung während des zermürbenden Abstiegskampfes am Neckar war groß bei ihm. “Ich bin mir der Verantwortung bewusst gewesen, die ich auf meinen Schultern hatte, nämlich den VfB Stuttgart vor einem Debakel zu bewahren.” Im Januar hatte er gemeinsam mit Sportdirektor Fredi Bobic die Offensivkräfte Hajnal (Borussia Dortmund) und Shinji Okazaki (Shimizu S-Pulse) nach Stuttgart geholt – zwei entscheidende Schachzüge. Zudem wuchs die in Grüppchen zerfallene Elf unter Labbadia zu einer Einheit zusammen. Auch mit der Umstellung auf ein 4-2-3-1-System lag er richtig.
Das meist nicht schön anzuschauende Spiel des VfB entsprach zwar nicht der grundlegenden Vorstellung Labbadias von feinem Fußball. Doch das war ihm egal, gab es doch erst einmal nur ein Ziel: irgendwie in der Bundesliga zu bleiben. Das dürfte nun wieder anders werden. “Bruno Labbadia steht für offensiven und aggressiven Fußball”, erklärte Bobic. Das müsse der VfB in Zukunft verfolgen, forderte der Sportdirektor.

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