Archiv für Dezember 2009

Thomas Schaaf: Beste Voraussetzungen für die Rückrunde

Zwar konnte Werder Bremen das letzte Spiel der Hinrunde gegen den Regionalkonkurrenten Hamburger SV nicht gewinnen und rutschte auf Platz 6 der Tabelle ab. Dennoch blicken Spieler und Trainer stolz auf die bisherige Leistung in dieser Saison zurück. Eine Serie von 23 Spielen ohne Niederlage spricht für sich. Desweiteren ist der Verein noch immer in drei Wettbewerben vertreten. In der Europa League konnte Werder Bremen sogar als Gruppenerster in die Zwischenrunde einziehen. Auch im DFB-Pokal schaffte es das Team von Coach Thomas Schaaf bereits ins Viertelfinale. Damit sieht der Trainer alle Voraussetzungen für eine spannende Rückrunde gegeben. Er ist von der Leistung seiner Mannschaft überzeugt.

Ludovic Magnin: Ein Sieg als Abschiedsgeschenk

Die ganze Mannschaft des VfB Stuttgart war stolz auf die Leistung, am letzten Spieltag der Hinrunde noch drei Punkte mitnehmen zu können. Doch für einen war ein Sieg besonders wichtig: Ludovic Magnin. Der Stuttgarter Abwehrspieler verlässt den Verein im Januar und wechselt zum FC Zürich. Obwohl er in dieser Saison nur in sieben Bundesliga-Spielen zum Einsatz kam, wird der Schweizer die Zeit beim VfB in guter Erinnerung behalten. Der Rest des Teams hofft jetzt, auch in der Rückrunde so erfolgreich zu spielen wie zuletzt gegen 1899 Hoffenheim. Denn nur dann kann der Verein den Abstand auf die Abstiegsplätze verringern und vielleicht bald wieder oben mitspielen.

Uli Hoeneß: Er will endlich Ruhe haben

Im November gab Uli Hoeneß sein Amt als Manager des FC Bayern München an seinen Nachfolger Christian Nerlinger ab und wurde Präsident des Klubs. Hoeneß sieht sicherlich einen großen Teil des Erfolgs des Vereins als seinen Anteil an, schließlich sicherte er den FC Bayern vor allem finanziell ab. Jetzt will er anderen die Führung überlassen und sich selbst zurücknehmen. Zumindest in der ersten Zeit, damit sich sein Nachfolger eingewöhnen kann dass Uli Hoeneß ihm ständig reinredet. Ins Trainingslager wird der Ex-Manager jedenfalls nicht mehr mitfahren. Ein Thema beschäftigt ihn allerdings immer noch: die Zukunft von Stürmer Luca Toni.

VfB Stuttgart: Das Schicksal schickt spanischen Gegner

Für den VfB Stuttgart wird es so gut wie unmöglich werden, in der Champions League über das Achtelfinale hinaus zu kommen. Das Schicksal loste den Schwaben heute den amtierenden CL-Gewinner FC Barcelona als nächsten Gegner zu. Gegen den spanischen Meister zu gewinnen, wird für das Team von Christian Gross kaum zu schaffen sein. Für manche erscheint es eh schon erstaunlich, dass es die Stuttgarter überhaupt so weit geschafft haben. In der Bundesliga konnte der VfB bisher kaum Erfolge erzielen, doch in der Champions League hatte das Team mehr Glück. Doch gegen Barcelona bräuchte die Mannschaft eine riesige Portion Glück, um zu gewinnen.

Mario Gomez: Er will das Vertrauen des Trainers behalten

Noch vor einigen Wochen war Mario Gomez das große Reizthema des FC Bayern München: Viel wurde über die hohe Ablösesumme von 30 Millionen geschrieben, die für den Stürmer bezahlt wurde. Alle erwarteten, dass er dafür auch entsprechende Leistung bringt. Gomez schoss auch seine Tore, doch plötzlich war er für Trainer Louis van Gaal nur noch Ersatzspieler. Durch hartes Training und vollen Einsatz konnte er den Coach schließlich überzeugen, ihn wieder in die Startelf zu nehmen. Und das mit Erfolg: Inzwischen kommt Mario Gomez auf sieben Ligatore in 16 Spielen. Für den 24-Jährigen ist es enorm wichtig, das Vertrauen des Trainers zu spüren.

Bastian Schweinsteiger: Jetzt will ihn der FC Chelsea

Englischen Medienberichten zufolge ist der FC Chelsea bereits auf der Suche nach einem Nachfolger für Michael Ballack. Der heißeste Kandidat dafür soll ausgerechnet Bastian Schweinsteiger vom FC Bayern München sein. Ballacks Vertrag bei dem englischen Spitzenverein (derzeit Platz Eins der Premier League) läuft im nächsten Sommer aus. Wird dann schon Schweinsteiger seinen Platz einnehmen? Bis vor kurzem war der FC Chelsea noch hinter dem Bayern-Juwel Franck Ribéry her. Doch der soll den Engländern mit der Begründung abgesagt haben, dass er schon im Sommer einen Vertrag bei Real Madrid unterzeichnen will.

Jürgen Klinsmann: Positive Entwicklungen sind wichtiger als kurzfristige Erfolgserlebnisse

Seine Erfahrung als Trainer beim Bundesligisten FC Bayern München wird Jürgen Klinsmann mitnehmen, wenn er mit seiner Familie bald zurück nach Amerika geht. Bei dem Verein lief es zum Schluss nicht gut für ihn: Als der Erfolg mit der Mannschaft ausblieb, musste Klinsmann noch vor Saisonende seinen Trainerposten räumen. Dabei war es nie sein Ziel, jedes Spiel zu gewinnen. Er konzentrierte sich auf jeden einzelnen Spieler, wollte eine positive Leistungsentwicklung für sein komplettes Team erreichen. Doch die Vereinsführung verlangte vor allem eines: Siege und den ersten Platz der Tabelle. Auch rückblickend ist Jürgen Klinsmann sicher, dass sein Konzept noch gefruchtet hätte. Auch in der Bundesliga gebe es inzwischen Vereine, die mehr auf eine gute Entwicklung als auf kurzfristige Erfolgserlebnisse hinarbeiten.

VfB Stuttgart: Fünf Millionen für neuen Verteidiger?

Der Brasilianer Réver möchte gern in Europa spielen und war auf dem besten Wege zu Lazio Rom. Doch da die Italiener die Ablösesumme von 5 Millionen Euro nicht zahlen können, stehen die Chancen gut, dass der Innenverteidiger bald auf deutschem Rasen spielen wird. Unter anderem hat der VfB Stuttgart sein Interesse an dem Spieler bekundet. Obwohl sich der Verein in der Champions League behaupten konnte und den Einzug ins Achtelfinale schaffte, läuft es in der Bundesliga alles andere als erfolgreich. Die Stuttgarter rutschten zwischenzeitlich schon auf den vorletzten Tabellenplatz ab, schafften es jetzt hoch auf Rang 15. Doch der Abstieg ist immer noch drohend nah.

Armin Veh: Er wartet schon auf seine Entlassung

Der sportliche Erfolg des VfL Wolfsburg bleibt aus und schon steht der Job des Trainers auf der Kippe. Von den Fans im Stadion wurde bereits mehrfach lautstark die Entlassung von Armin Veh gefordert, jetzt bekommt er nicht einmal mehr die Rückendeckung der Vereinsführung. Veh selbst weiß, dass er als Coach den Kopf hinhalten muss, wenn die Mannschaft nicht die erwartete Leistung bringt. Schwer wog das Ausscheiden aus der Champions League, wodurch dem VfL Wolfsburg eine hohe Prämie entging. Doch noch immer ist die Teilnahme in der Königsklasse das oberste Ziel – nicht nur für den Verein, sondern vor allem auch für dessen Hauptsponsor VW.

Hertha BSC: Sie wollen den Bayern den Sieg schwer machen

Nach dem gelungenen Einzug in die Zwischenrunde der Europa League blickt Hertha BSC jetzt auf das letzte Spiel der Bundesliga-Hinrunde. Gegner ist der FC Bayern München, der nach dem schlechten Start in dieser Saison zuletzt zwei überragende Siege verbuchen konnte. Doch die Berliner nehmen die Euphorie über den Europa League-Sieg mit in das Spiel und sind hochmotiviert. Die Mannschaft will es den Bayern möglichst schwer machen, gegen sie zu bestehen. Das ist zumindest das erklärte Ziel von Hertha-Stürmer Raffael. Die Berliner haben es in dieser Saison recht schwer und scheinen den letzten Tabellenplatz für sich gepachtet zu haben. Doch schon das 2:2-Unentschieden gegen Spitzenreiter Bayer Leverkusen machte deutlich, dass es zu früh wäre, den Verein bereits abzuschreiben.

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