Archiv für November 2009

Luca Toni: Ersetzt er unzufriedenen Mailand-Stürmer?

Luca Toni will weg vom FC Bayern München. Das machte er in den letzten Monaten immer wieder klar. Die Vereinsführung stellte zwar klar, dass in der Winterpause kein Stürmer abgegeben werde. Doch Luca Toni tut alles, um sich beim FC Bayern unbeliebt zu machen. Erst sorgte er mit seiner unerlaubten Stadionflucht für Aufregung, jetzt mit seiner Entschuldigung für dieses Fehlverhalten. In dieser öffentlichen Entschuldigung machte er nämlich auch klar, dass das Verhältnis zwischen ihm und Trainer Louis van Gaal nicht gerade das Beste ist. Das “Unverständnis” des niederlandischen Coachs und Monate der “Zermürbung”, in denen Toni nicht zum Einsatz kam, hätten zu der Überreaktion geführt. Aufgrund dieser Vorfälle wurde bereits spekuliert, dass der 32-Jährige seinen Rauswurf absichtlich provoziere, um den Verein wechseln zu können.

Hannover 96: Nie wieder eine Nummer Eins

Nicht nur die Erinnerung an einen herausragenden Spieler und guten Freund wird bei Hannover 96 von Robert Enke zurückbleiben. Auch seine Rückennummer, die Eins, wird bei dem niedersächsischen Verein nicht mehr vergeben werden. So wollen Mannschaft und Klubspitze das Gedenken an ihren geschätzten Teamkollegen bewahren. Nach dem unerwarteten Selbstmord des Torhüters herrscht in Hannover immer noch große Erschütterung über den schmerzlichen Verlust. Noch ist die Mannschaft nicht zum Alltag zurückgekehrt. Erst ab Montag werden die Spieler wieder gemeinsam trainieren. Ob sie allerdings am 21. November gegen den FC Schalke 04 spielen werden, ist noch fraglich. Zuerst müssen alle den Verlust ihres Kollegen verkraften, bevor sich das Team wieder auf ein Spiel konzentrieren kann.

Uli Hoeneß: “Der zweite Platz ist eine Katastrophe”

Nicht nur Spieler des FC Bayern München haben scheinbar das Bedürfnis, ihrem Unmut in der Öffentlichkeit Luft zu machen. Auch Manager Uli Hoeneß tat in einem Zeitungsinterview jetzt seine Meinung kund. Dabei lässt sich vor allem eines feststellen: Für den Bayern-Vorstand zählt vor allem die finanzielle Situation seines Vereins. “Teil seiner Philosophie” ist es, jederzeit nach Belieben die teuersten Spieler einzukaufen und mit deren Hilfe die Millionenprämien der internationalen Turniere abzustauben. An das Konzept eines langfristig erfolgreichen Spielsystems glaubt Hoeneß allerdings nicht mehr. Auf das Beispiel des FC Barcelona, die mit ihrer Spielphilosophie bereits lange erfolgreich sind, kontert der Bayern-Manager lediglich mit den Schulden des spanischen Vereins. Dass die aber nichts mit der spielerischen Leistung zu tun haben, bleibt außen vor.

Miroslav Klose: Quarantäne für Nationalspieler

Für Verwunderung sorgte in den vergangenen Tagen das Fehlen des Nationalstürmers Miroslav Klose im Trainingslager der DFB-Elf. Jetzt wurde der Grund dafür bekannt: Kloses Familie steht derzeit unter Quarantäne, weil die Zwllingssöhne des FC Bayern-Spielers an der Schweinegrippe erkrankt sind. Als Vorsichtsmaßnahme steht Klose noch unter Beobachtung. Um auszuschließen, dass er seine Mannschaftskollegen anstecken kann, blieb er diese Woche zuhause. Das Trainingscamp wurde unterbrochen, nachdem die traurige Nachricht vom Tod des Nationaltorhüters Robert Enke bekannt wurde. Aus diesem Grund wurde auch das anstehende Testländerspiel gegen Chile, das am Samstag in Köln stattfinden sollte, abgesagt.

David Jarolim: Er will den HSV nie verlassen

Der Mittelfeldspieler David Jarolim fühlt sich rundum wohl beim Hamburger SV. Seit 2003 spielt er beim HSV und kann sich vorstellen, dort auch seine Karriere als Fußballer zu beenden. Obwohl er sich früher durchaus mit dem Gedanken auseinandersetzte, auch mal im Ausland zu spielen, kommt ein Wechsel inzwischen für den 30-Jährigen nicht mehr in Frage. Zu einem anderen Bundesligaverein wäre Jarolim nie gegangen, allerdings hat er vor einigen Jahren noch davon geträumt, in Spanien zu spielen. Doch dieser Wunsch ist Vergangenheit. Der Spieler ist mit seiner Situation beim HSV zufrieden und will den Klub auf keinen Fall verlassen.

Georg Niedermeier: Ausgeliehener Spieler will nicht zurück zum FC Bayern München

Georg Niedermeier ist bereits der zweite Spieler, der vom FC Bayern München an einen anderen Verein ausgeliehen wurde und nicht nach München zurück will. Auch Toni Kroos, den die Bayern an den Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen ausgeliehen haben, verhandelt gerade mit der Vereinsführung des FC Bayern über seinen Verbleib in Leverkusen. Jetzt versucht auch Georg Niedermeier, seine erzwungene Rückkehr nach München zu verhindern. Der 23-jährige Abwehrspieler wurde im Januar von der zweiten Mannschaft des FC Bayern München an den VfB Stuttgart ausgeliehen. Dort konnte er sich gut in Team integrieren, schoss sogar ein Tor für den Verein

Ioannis Amanatidis: Kein Ersatz für verletzten Stürmer in Aussicht

Bundesligist Eintracht Frankfurt muss sich derzeit mit dem Ausfall des verletzten Stürmers Ioannis Amanatidis abfinden. Der Grieche wurde am vergangenen Montag erneut wegen eines Knorpelschadens am Knie operiert und wird bis nächstes Jahr ausfallen. Deshalb ist der Verein gerade auf der Suche nach einem Ersatzspieler für den Sturm der Eintracht. Doch die Chancen stehen schlecht, einen geeigneten und bezahlbaren Mann für Amanatidis’ Position zu finden. In der Wintertransferperiode werden kaum Stürmer auf dem Markt sein. Eintracht-Trainer Michael Skibbe schloss daher einen Transfer im Winter ganz aus, wenn sich bis dahin kein Spieler findet, der eine gleichwertige Leistung wie der verletzte Grieche bringen kann und zugleich für den Verein finanzierbar ist.

1. FC Köln: Geißböcke wollen Unterstützung im Mittelfeld

Schon im Sommer suchter der 1. FC Köln dringend Unterstützung, doch keiner der Wechsel-Favoriten des Vereins kam nach Köln. Jetzt hofft die Vereinsspitze auf mehr Erfolg in der Wintertransferperiode. Geld für mögliche Transfers wäre vorhanden, da die Mittel im Sommer nicht voll ausgeschöpft wurden. Der Klub fällt in dieser Saison vor allem dadurch auf, dass die Mannschaft eben sehr unauffällig spielt. Deshalb bräuchte das Team jetzt Spieler, die “Dampf auf dem Platz machen”, so Manager Michael Meier. Trainer Zvonimir Soldo weiß auch genau, an welcher Stelle es beim 1. FC Köln hapert: im Mittelfeld. Dort hat die Mannschaft in ihren Spielen immer eine hohe Quote an Ballverlusten, was wiederum den Angriff auf das gegnerische Tor verhindert.

Aaron Hunt will nicht für mittelmäßige Vereine spielen

Seine Leistung beim SV Werder Bremen ist top, andere Vereine werben um ihn – Aaron Hunt ist sich dessen sehr wohl bewusst und weiß, dass er daraus Profit schlagen kann. Doch der 23-Jährige will sein Talent nicht verschwenden, deshalb ist für seinen Berater klar, dass Aaron Hunt nicht für Mittelmaß-klubs spielen wird. Nur die hochrangigen Angebote haben eine Chance, in die engere Auswahl zu kommen. Auch Werder Bremen kämpft darum, seinen offensiven Mitelfeldspieler zu behalten. Allerdings wissen die Verantwortlichen auch, dass es angesichts der vielen Bewerber für Hunt schwer werden wird, den Spieler weiterhin an Bremen zu binden.

VfL Bochum: Enttäuschender Start für Heiko Herrlich

Seit Ende Oktober ist Heiko Herrlich neuer Trainer des Bundesligisten VfL Bochum. Doch schon sein Einstand wurde gründlich vermasselt: Gegen den SC Freiburg verlor die Mannschaft gegen den SC Freiburg. Auch das Testspiel gegen Hessen Kassel, ein Team der Regionalliga, verlief nicht so, wie Herrlich sich das vorgestellt hat. Der neue Coach nutzte die Partie, um Spielern aus der zweiten Mannschaft des VfL und zwei U19-Kickern eine Chance zu geben, sein Können unter Beweis zu stellen. Doch das gelang in keinerlei Hinsicht: Der VfL Bochum verlor mit 0:3. Dem Fußballer-Nachwuchs macht Herrlich allerdings keine Vorwürfe. Ganz im Gegensatz zu den Profi-Spielern aus der Bundesliga.

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