Zvonimir Soldo: Das Vertrauen ist zerstört

Der 1. FC Köln steht in dieser Saison nicht gerade gut da in der Bundesliga: Rang 15 in der Tabelle, kurz vor dem Abstieg. Doch viel schwerer als die schlechte Platzierung wiegt die Krise innerhalb der Mannschaft. Nach dem verlorenen Spiel gegen Hoffenheim am vergangenen Samstag kam es zu einer folgenreichen Auseinandersetzung zwischen Trainer und Spielern. Dabei wurden gegenseitige Vorwürfe ausgetauscht und viel Kritik geübt. Das Schlimmste für Trainer Zvonimmir Soldo ist allerdings nicht, dass manche Spieler Kritik an seinen Trainingsmethoden geäußert haben, sondern dass Inhalte des internen Vereinsgespräches an die Öffentlichkeit gelangten und auch prompt in allen Nachrichten zu lesen waren.

Es muss also Spieler im Team geben, die sich mit vertraulichen Informationen an die Presse wenden. Dieser Vertrauensbruch macht dem Coach des 1. FC Köln schwer zu schaffen. Soldo befürchtet jetzt, dass sich die Spieler nicht mehr trauen, Kritikpunkte im Team anzusprechen aus Angst, dass wieder etwas nach außen getragen und vielleicht falsch dargestellt werden könnte. Nach der blamablen 0:4-Niederlage am vergangenen Spieltag wurde sogar bereits spekuliert, dass Soldo seinen Trainerposten räumen müsste. Auch Mannschaftskapitän Milivoje Novakovic könnte seine Stellung im Team verlieren, nachdem er vom Trainer stark kritisiert wurde. Um wieder Erfolge in der Bundesliga feiern zu können, muss der 1. FC Köln jetzt zuerst wieder zu einer geschlossenen Mannschaft zusammenwachsen. Auf der momentanen Basis ist das aber ein hartes Stück Arbeit. Fußball von zu Hause aus!

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