Thierry Henry: Er will sein Land nicht im Stich lassen
Einsam und alleingelassen fühlte sich der französische Nationalspieler Thierry Henry vergangene Woche, nachdem er im WM-Play-Off-Spiel gegen Irland für einen Skandal gesorgt hatte. Er bereitete mit der Hand das Tor vor, das den Franzosen in der Nachspielzeit auf den allerletzten Drücker das Ticket zur WM sicherte. Der Schiedsrichter ließ das Tor gelten, eine Wiederholung des Spiels lehnte die FIFA ab – obwohl Henry im Nachhinein zugab, den Ball mit der Hand gespielt zu haben. Das Tor war unrechtmäßig, doch die Schiedsrichterentscheidung zählt. Nachdem er für weltweite Empörung gesorgt hatte, hegte Thierry Henry sogar Gedanken an einen möglichen Rücktritt.
Das wäre nicht das erste Mal: Bereits nach der WM 2006 und der Europameisterschaft 2008 spielte er mit der Idee, dem Profi-Fußball den Rücken zu kehren. Doch damals sei nicht der richtige Zeitpunkt gewesen. Und auch jetzt will der Franzose “sein Land nicht im Stich lassen”. Dabei gäbe es momentan sicherlich viele, nicht nur irische, Fußballanhänger, die einen Rücktritt Henrys nach der unfairen Aktion gegen Irland begrüßt hätten. Gerade weil der 32-Jährige immer erst im Nachhinein die richtigen Worte findet: Nach Abpfiff des Spiels gestand er das Handspiel ein, nach der Ablehnung einer Spielwiederholung gab er an, eine Wiederholung nur gerecht zu finden. Auch wenn sich der Franzose momentan “im Stich gelassen” fühlt, wird er für sein Land an der Weltmeisterschaft in Südafrika im nächsten Jahr teilnehmen. Ob er von den Fans dort allerdings begeistert begrüßt werden wird, muss sich erst zeigen. Fußball nicht nur hören, sondern jetzt immer live im TV sehen!
Dachte nach dem Skandal-Spiel gegen Irland an Rücktritt: Thierry Henry.
Fussball-Ligen: WM 2010




