Du bist hier: Home » WM 2010 » WM-Skandal: Kein Wiederholungsspiel für Irland
Wegen des Handspiels von Thierry Henry, das am Mittwochabend das Ausgleichstor für die Franzosen einleitete und somit Irlands WM-Träume zerplatzen ließ, forderte der irische Justizminister die Wiederholung des WM-Qualifikationsspiels. Doch die FIFA lehnte das jetzt ab. Die Schiedsrichterentscheidung sei endgültig, das Spiel zu wiederholen löse Chaos im internationalen Fußball aus. Somit fährt Frankreich zur WM, obwohl sie den Sieg eigentlich nicht erreicht hätten. Das folgenreiche Tor fiel erst in der Nachspielzeit, was für die Iren, die 90 Minuten lang hart gekämpft haben, umso bitterer sein dürfte.
Doch der schlimmste Hohn dürfte sein, dass Thierry Henry sein Fehlverhalten nach Abpfiff auch noch eingestand und offen zugab, den Ball mit der Hand gespielt zu haben. Der Schiedsrichter sah das im entscheidenende Moment leider anders und ließ das Tor für Frankreich gelten. Zumindest der französische Nationalspieler Bixente Lizarazu gab zu, dass seine Mannschaft eine “katastophale” Leistung gezeigt habe und nicht stolz darauf sein darf, das WM-Ticket auf den letzten Drücker und mit jeder Menge Glück ergattert zu haben. Für den Trainer der Iren, Giovanni Trapattoni, ist die Entscheidung des Schiedrichters und der FIFA absolut nicht mit den Regeln des Fair-Play zu vereinbaren. Doch die letzte Hoffnung auf die WM-Teilnahme hat der Fußballverband mit der Ablehnung des Wiederholungsantrags jetzt zerstört.
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