Lucien Favre: Das endgültige Aus bei Hertha BSC ist beschlossene Sache

Der Trainer des Tabellenschlusslichts Hertha BSC, Lucien Favre, war bereits am 28. September beurlaubt worden. Seitdem vertritt ihn Friedhelm Funkel. Jetzt sprach die Vereinsführung die fristlose Kündigung gegen den Schweizer aus. Offiziell lief sein Vertrag bis 30. Juni 2011. Grund für die endgültigen Rauswurf des Trainers ist nicht nur die schlechte Leistung der Mannschaft in der aktuellen Saison, sondern vor allem die kuriose Pressekonferenz, die Favre nach seiner Beurlaubung einberufen hat. Vor versammelter Presse übte er damals öffentlich harsche Kritik an der Vereinsführung des BSC.

Vor allem die Spielertransfers bei Hertha waren sein Kritikpunkt. Seine Stärke, gute Spieler zu finden, konnte er bei Hertha nicht nutzen, sondern musste schlechte Kompromisse eingehen. Nach dem Abgang von Marko Pantelic und Andrey Voronin kam Stürmer Artur Wichniarek zum BSC – der jedoch schoss kein einziges Tor. Favre forderte deshalb, mehr Geld in Spielertransfers zu investieren. Der Verein fühlte sich von Favres Kritik so sehr angegriffen, dass er die Aussagen des Trainers auf “vereinsschädigendes Verhalten” rechtlich überprüfen ließ. Würde sich dieser Vorwurf bestätigen, könnte Hertha um die Abfindung in Millionenhöhe herumkommen. Aber auch Favre kann rechtliche Schritte gegen die fristlose Kündigung eingehen.

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